Startseite > Chanson/ schräges Liedgut > Nicht nur neue Töne von einem alten Instrument – Carrington-Brown

Nicht nur neue Töne von einem alten Instrument – Carrington-Brown

Rebecca Carrington Colin Brown

Carrington-Brown: Mit Schirm, Charme und Cellone – Premierenkritik

BERLIN (gc) – Es sind etwa 300 Jahre Geschichte auf der Bühne versammelt: Rebecca Carrington aus den siebziger Jahren, Colin Brown aus den sechziger Jahren und Joe, das Cello, aus der Zeit vor der Französischen Revolution. Die drei feiern in der Berliner Bar jeder Vernunft Premiere ihres zweiten Programms ‚Mit Schirm, Charme und Cellone‘. Der Zuschauer wird glänzend unterhalten: Von der klassisch ausgebildeten Cellistin und Sängerin, die ihr Instrument auf viele ungewöhnliche Arten zu bedienen weiß.

Da wird der Bogen wie üblich geführt; da steht sie und klopft darauf herum, und einmal nimmt sie das sperrige Instrument sogar wie eine Gitarre auf den Schoß. Egal, was Carrington treibt, immer lockt sie diese angenehm warmen Töne aus dem Cello. Für die Tanzeinlagen, die vielen skurrilen Kostüme und die warmen gesungenen Töne ist Colin Brown zuständig. Der Schauspieler und Sänger füllt mit seiner samtenen Stimme das Zelt wunderbar aus und ist eine tolle Ergänzung zum Klang des Streichinstruments.

Sie schrecken vor nichts zurück und springen in alle Genres zwischen Klassik und Rap. Da klingt ‚La vie en rose‘ wie von einem Schaf gesungen, da werden Stücke der Beatles adaptiert und mit feiner Ironie wird aus dem ‚Englishman in New York‘ ein ‚English Paar in Deutsch-laand‘. Alles hübsch reduziert auf zwei Stimmen und ein Cello. Das Wesentliche aber bleibt erhalten und wiedererkennbar. Das ist Kleinkunst in höchster Perfektion.

Auch wenn manche Nummern schon aus dem ersten Programm ‚Me and my Cello“ bekannt sind: ‚Scotland the Brave‘ mit Dudelsack und Kilt oder der Ausflug in das indische Bollywood. Immer wird bewiesen, dass das Cello ein international einsetzbares Instrument ist. Wer Rebecca Carrington, Colin Brown und Joe noch nie auf der Bühne erlebt hat, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen.

Gilles Chevalier © 2011 BonMot-Berlin Ltd.

www.carrington-brown.com

  1. Du hast noch keine Kommentare.
  1. 15. November 2013 um 19:05

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: