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Keyword: ‘Scheinbar’

Worüber darf man Witze machen? – Kolumne von HG.Butzko

HG Butzko - Kolumne - design c.wankaLiebe Freundinnen und Freunde des politischen Kabaretts,

ab und zu werde ich gefragt: „Worüber darf man Witze machen, wo ist für Sie die Grenze?“ Und dann lautet meine Antwort jedes Mal: „Ganz einfach: Ich bin weiß, männlich und heterosexuell. Das heißt, in mir vereinigen sich drei gesellschaftlich privilegierte Dominanzgruppen. Und wenn ich als ein solches Prachtexemplar auf etwas keinen Bock habe, dann ist es, mich dem „das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen“ anzuschließen und Witze auf Kosten von unterdrückten, diskriminierten oder dominierten Gruppen zu machen. Ich bin schließlich Schalker, ich habe also Erfahrung, wie sich das anfühlt.
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Kategorien:Satire, Schräges

Hymnen für Träumer – nach 10 Jahren wieder eine CD von Rainer Bielfeldt

Rainer Bielfeldts neues Soloalbum „Die Erinnerung von Morgen“
von Axel Schock

BERLIN – Die Fans von müssen wahrlich Geduld haben. Ein Jahrzehnt haben sie auf ein neues Album des Komponisten, Songwriters und Pianisten warten müssen. Auch als 2003 „Alles nur ein Traum“ erschein, kam dies fast einem Comeback gleich. Acht Jahre und acht Programme lang war er zuvor als Bühnenpartner mit Gayle Tufts erfolgreich durch die Lande getourt. Doch erst als dieses Kapitel beendet war, fand er wieder die Zeit, um sich wieder der eigenen Chansonnierkarriere widmen und einfach nur „Sänger sein“ zu können (um einen seiner Albumtitel zu zitieren). Weiterlesen …

Anders gesagt … – Kritik Hagen Rether

13. Februar 2017 Hinterlasse einen Kommentar

hagen-rether-foto-klaus-reineltHagen Rether: „Liebe 6“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Hagen Rether ist nicht zufrieden, als er seinen Abend in der ausverkauften Berliner Philharmonie beginnt. Lässig lässt er sich auf einem Bürostuhl vorm Steinway-Flügel nieder. „Ertappen Sie sich auch manchmal dabei, dass Sie froh sind, dass wir die Merkel haben?“, fragt er resigniert. „Weil sie Maria und Josef einen Stall angeboten hat, wird sie jetzt gekreuzigt im christlichen Abendland!“

Schon wird das Schema dieses großartigen Abends sichtbar. Hagen Rether denkt quer zu den allgemeinen Denkmustern. Er hat Spaß daran, eine Sache von links zu betrachten und möglichst auch noch von unten. Warum, so fragt er, werden eigentlich die jährlich eine Million Auswanderer aus Deutschland in der Diskussion nie erwähnt?
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Kategorien:Kabarett, Kritik

Deutscher Kleinkunstpreis 2017 für Tobias Mann, die feisten und Nico Semsrott

2. November 2016 2 Kommentare

Unterhaus GlockeHazel Brugger erhält den Förderpreis,
Konstantin Wecker den Ehrenpreis

von Beate Moeller

MAINZ – Der Deutsche Kleinkunstpreis gilt als die wichtigste Auszeichnung in Sachen Kabarett und Kleinkunst. Seit 1972 wird er in mittlerweile fünf Sparten vergeben. Am vergangenen Wochenende hat sich die Jury, die aus über 20 Fachleuten besteht, in Mainz getroffen, um die Preisträger zu wählen, die im Frühjahr 2017 im Mainzer unterhaus ausgezeichnet werden und jeweils eine der begehrten Glocken sowie 5.000 Euro erhalten. Mit insgesamt 25.000 Euro Preisgeld ist der Deutsche Kleinkunstpreis auch der höchst dotierte Preis auf diesem Gebiet. Weiterlesen …

Der bittere Spaß eines Ernstvogels – CD-Besprechung

„Hoffnungslos optimistisch“ – Christoph Sieber

von Carlo Wanka

Sieber dreht sich die Welt wie sie ihm gefällt, ach nee – er dreht auf, weil ihm vieles nicht gefällt. Vieles fällt aus heiterem Himmel ihm zu Füßen, er tritt drauf, kickt es an, buckelt sich mit ab und bringt es auf der Bühne auf den Punkt. Er will sich nicht echauffieren, doch manchmal bleibt einem wie ihm da keine Alternative – es muss sein. Es ist so vieles in Schieflage und manches voll verdreht, so auch seine neue CD, die mit Applaus beginnt und dann … kein „Guten Abend“ oder flapsiges „Hallöchen“. Weiterlesen …

Der etwas andere Blick – Erwin Grosches neues Buch

23. Februar 2016 1 Kommentar

Grosche_Vögel - Foto Nordpark„Kurze Strecken gehen Vögel auch zu Fuß“

von Hans-Jürgen Lenhart

Wenn Kabarettisten Bücher veröffentlichen, handelt es sich meistens um Texte aus ihrem Programm. Bei Erwin Grosche ist das nicht ganz so. Sein neues Buch beinhaltet dies zwar auch, jedoch ist der Programmausschnitt manchmal nur auf einen Satz beschränkt, wenn auch einen (be)merkenswerten.

Grosche ist gerade 60 Jahre alt geworden, da hält man etwas Rückschau. Doch bei Grosche lohnt es sich, den ganzen Künstler zu beschauen. Insofern hat man in diesem Buch neben Bühnentextzitaten jede Menge Aphorismen, Notizen zu Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Nachtgedanken im Gehrock – Kritik Berliner Nachtgesang

27. Januar 2016 Hinterlasse einen Kommentar

2016-01-23 Berliner Nachtgesang 12q - Foto © Carlo WankaBerliner Nachtgesang – Kathy Kreuzberg, Phil von Friedrichshain und Gast, Arno Zillmer

von Carlo Wanka

BERLIN – In Nachtblau war die Bühne getaucht, als sich Kathy Kreuzberg und Phil von Friedrichshain installierten. Er am E-Piano rechts, und sie liegend hinter einem umgekippten Barhocker, rauchend. Vor der Bühne, dieses kleinen und ordentlich konzeptionierten Auftrittsorts, hatten an unterschiedlich gruppierten Tischen die 42 Gäste bequem ihre Plätze eingenommen.

Langsam, während den ersten Takten, richtete sich die Sängerin auf und mit ihr tauchten die Zuschauer in die Berliner Nacht. Mit ihrer festen, klaren und ebenso empfindsamen Stimme präsentierte sie ihre wohlformulierten Gedanken über Berlin und die Menschen die dort existieren.
Frech, keck und androgyn moderiert sie ein Willkommen in Berlin mit der Erkenntnis gepaart: „Berlin, wo alle sind, denen es kalt ist – mit beiden Beinen in der Scheiße, aber dem Kopf in den Wolken.“ Weiterlesen …

Die deutsche Antwort auf Alice im Wunderland wird 60 – Interview mit Erwin Grosche

25. November 2015 1 Kommentar

Erwin Grosche - Der Eisgenu§verstŠrker„Ich bin ein wenig falsch hier.“

Von Hans-Jürgen Lenhart

Für Erwin Grosche, einen der Großmeister der Kleinkunst, heißt es am 25. November 2015 „Willkommen im Club!“ und zwar der 60jährigen. Wenn man Kleinkunst als Sammelbegriff für alle „Acts“ versteht, die von Waschsalons bis Fußballstadien auftreten, von Dada bis Gaga reichen und die schimpfen oder slammen, dann ist 60 Jahre für einen Kleinkünstler heute doch so langsam über dem dort verbreiteten Altersdurchschnitt. Zum Glück gibt es aber keine „Sit Down Comedians“ und es wäre für Erwin Grosche auch völlig unangemessen. Weiterlesen …

Kategorien:Interview, Kabarett, Portrait

Woche der Kleinkunst in St. Ingbert – der vierte Wettbewerbsabend

10. September 2015 1 Kommentar

2015 - Stankt Ingbert - Zymny - Foto © BonMoT-Berlin Ltdmit Jan Philipp Zymny, Veri und Desimo

von Gilles Chevalier

ST. INGBERT – Den letzten Wettbewerbsabend der 31. Woche der Kleinkunst eröffnet Jan Philipp Zymny. Er ist mit seinen 22 Jahren der jüngste Künstler unter den Teilnehmern.

„Von Beruf bin ich Schamane, aber Bankkaufmann aus Leidenschaft“, sagt er zu Beginn seines Programms „Bärenkatapult“. Doch mit der Wahrheit nimmt er es nicht so genau, denn wenige Minuten später erklärt er, dass er dank seines liberalen Elternhauses nicht in dritter Generation Gewürzschmied werden musste, sondern eine Ausbildung zum Holzgiesser absolvieren konnte. Dieser Mann redet ohne Punkt und Komma alle ins Koma. Selbst den Zusammenhang in den Wortschwallen zu erkennen, ist nicht einfach. Weiterlesen …

Zehn Jahre Kleinkunst im Kiez – Jubiläumswoche Zebrano-Theater

16. Juni 2015 1 Kommentar

10Jahre_ZebranoTheater_300 - Logo Peter FrankSebastian Krämer begrüßt Tim Fischer, Bodo Wartke, Dota Kehr, Gerhard Schöne, Barbara Thalheim und viele andere

von Beate Moeller

BERLIN – Huch, schon zehn Jahre?! Das Zebrano-Theater im Friedrichshain feiert im Juli seinen ersten runden Geburtstag mit einer prominent besetzten Jubiläumswoche. Neben einer ziemlich außergewöhnlichen Keyboard-Party warten die monatlichen Reihen mit Gästen wie Tim Fischer, Bodo Wartke, Dota Kehr, Gerhard Schöne, Barbara Thalheim und vielen anderen auf. Zusammen wird musikalisch-literarisch auf die bewegte Geschichte des Theaters zurückgeschaut, die vor vier Jahren beinahe sehr kurz geworden wäre. Weiterlesen …

Mit wachem Geist und einer Schwäche für die Klamotte – DVDs von und mit Dieter Hildebrandt

Dieter Hildebrandt  - DVD Cover TackerfilmHildebrandts letztes Programm „Ich kann doch auch nichts dafür…“ und die beiden Klamödien „Star im Nest“ und „Wurm im Bau“

von Marianne Kolarik

Soest, Februar 2013: Dieter Hildebrandt tritt mit seinem letzten Programm „Ich kann doch auch nichts dafür…“ in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt auf. Rüdiger Daniel hatte von ihm die Erlaubnis bekommen, den Abend aufzeichnen zu dürfen. Er wollte den im November 2013 gestorbenen Kabarettisten für die WDR-Sendereihe „Lachgeschichten“ porträtieren. Daraus ist nichts mehr geworden. Aber nun liegt das letzte filmische Dokument eines Bühnenauftritts von ihm vor. – Während man ihm zusieht und –hört, ist es, als begegne man ihm. Da sitzt er mit funkelnden Augen, einen Stapel Papier vor sich auf dem Tisch, die Brille auf- und absetzend und liest freisprechend und frei haspelnd vor. Weiterlesen …

Kategorien:DVDs, Kabarett

Dem Hammer eines Gottes Wotan gleich: Jochen Malmsheimer

15. November 2014 1 Kommentar

Jochen Malmsheimer - CD - Ermpftschnuggn trødåJochen Malmsheimer: „Ermpftschnuggn trødå! – hinterm Staunen kauert die Frappanz“

Vom Montag, 17. November, bis Mittwoch, 19. November 2014, tritt Jochen Malmsheimer in Berlin auf, mit seinem Programm „Ermpftschnuggn trødå! – Hinterm Staunen kauert die Frappanz“. Grund genug, hier das Programm mit der Besprechung der CD vorzustellen.

von Hans-Jürgen Lenhart

„Erst steht der Titel, dann kommt der Text“, erklärt Kabarettist Jochen Malmsheimer seine Methode, auch wenn man nicht so ganz weiß, ob man ihm das abnehmen soll.
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Tilman Birr – Reiseempfehlungen für um die Ecke

6. August 2014 1 Kommentar

Birr Zum Leben CDTilman Birrs Hörbuch „Zum Leben ist es schön, aber ich würde da ungern auf Besuch hinfahren. Eine kleine Heimatkunde“

von Hans-Jürgen Lenhart

Lesebühnenautor Tilman Birr betätigt sich nach seinem Debut als Stadtbilderklärer in Berlin nun in seiner „kleinen Heimatkunde“ teilweise wieder als eine Art Reiseführer und zwar dorthin, wo Deutschland am deutschesten ist – wie beispielsweise im Ruhrgebiet.

Und genau dort an der Ruhr lebt ein rühriges Volk „von Hausmeistern und Gerätewarten, die schon Mitte der Neunziger ein Handy am Gürtel trugen, damit es auch jeder sehen konnte. Leute, die mit ‚Mahlzeit‘ grüßen und sich mit ‚tschüssikowsi‘ verabschieden.“ Weiterlesen …

Bayerischer Kabarettpreis 2014: Hauptpreis für Luise Kinseher – heute im Fernsehen

11. Juli 2014 1 Kommentar

Bayerischer Kabarettpreis - Foto BR Ralf WilschewskiPreise auch für Richard Rogler, Tobias Mann und Nico Semsrott

2014 verleiht der Bayerische Rundfunk gemeinsam mit dem Münchner Lustspielhaus zum 16. Mal den „Bayerischen Kabarettpreis“.
Am 7. Juli 2014 wurden die Preise im Hofgarten Kabarett in Aschaffenburg überreicht. Das Bayerische Fernsehen strahlt die Aufzeichnung heute, am Freitag, 11. Juli 2014 aus. Urban Priol führt als Gastgeber und Moderator durch den Abend.
Hier die Begründungen der Jury:
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Bayerischer Kabarettpreis 2014: Hauptpreis für Luise Kinseher

22. Januar 2014 3 Kommentare

Bayerischer Kabarettpreis - Foto BR Ralf WilschewskiPreise auch für Richard Rogler, Tobias Mann und Nico Semsrott

2014 verleiht der Bayerische Rundfunk gemeinsam mit dem Münchner Lustspielhaus zum 16. Mal den „Bayerischen Kabarettpreis“.
Am 7. Juli 2014 werden die Preise im Hofgarten Kabarett in Aschaffenburg verliehen. Das Bayerische Fernsehen strahlt die Aufzeichnung am Freitag, 11. Juli 2014 aus. Urban Priol führt als Gastgeber und Moderator durch den Abend.
Hier die Begründungen der Jury:
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