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Archive for the ‘Bücher/ Print’ Category

Torsten Sträter: Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben

5. Februar 2013 Hinterlasse einen Kommentar

Torsten Sträter - Foto HP Agentur Susanne BuhrFREIBURG (bm) – „Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben“ – für das Programm hat der Poetry Slammer aus Westfalen im Dezember 2012 gerade das Passauer Scharfrichterbeil erhalten. Das Buch mit dem selben Titel ist 2012 im Carlsen Verlag erschienen.
Di, 5.2.13, 13:25 -13:.45 Uhr: Kurzauftritt bei der 25. Internationalen Kulturbörse Freiburg, Theatersaal 1, Stand 2.6.41
Video Portrait Torsten Sträter WDR – 3‘21
Interview Torsten Sträter mit Matthias Bongard auf der West ART Couch WDR – 5‘45 Weiterlesen …

Früh übt sich, wer später Böses sagen will – Kritik

4. Oktober 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Andreas Rebers – Foto © Janine GuldenerAndreas Rebers: „Der kleine Kaukasus – Heimatgeschichten“ – Kritik

Andreas Rebers ist im Moment mit zwei Programmen unterwegs: „Der kleine Kaukasus – Heimatgeschichten“ und „Ich regel das“. Beide Programme hat er in den Berliner Wühlmäusen vorgestellt – rund um seinen Oktober-Auftritt beim Satire Gipfel.

BERLIN (gc) – Nur Kerzen und Tannenzweige fehlen, um die adventliche Stimmung zu vervollkommnen, wenn Rebers aus seinen Kindheitserinnerungen vorträgt. „Der kleine Kaukasus – Heimatgeschichten“ ist eine entspannte Lesung mit Musik.

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Uwe Steimle: „Meine Oma, Marx & Jesus Christus“ – Buchbesprechung

14. September 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Uwe Steimle - oma marx & jesus - Foto Gütersloher VerlagshausVon der Semmel zum System

LEIPZIG (jf) – Uwe Steimle, Dresdner Schauspieler, Autor und Kabarettist, hat ein Buch geschrieben. Das Werk ist in dieser Woche auf Platz 38 der Spiegel-Bestsellerliste eingestiegen. In „Meine Oma, Marx & Jesus Christus“ erzählt der Dresdner „Aus dem Leben eines Ostalgikers“. Ist das noch von gestern, oder trifft es schon wieder den Zeitgeist? Beides.

Irgendwann wird im Lexikon unter dem Stichwort „Ossi“ stehen: „Kurzform für Ostdeutscher, vertreten durch Uwe Steimle, geboren 1963 in Dresden (DDR), gelernter Industrieschmied, war nach dem Studium an der Leipziger Theaterhochschule „Hans Otto“ Mitglied des Dresdner Kabaretts Herkuleskeule, bis 1994 des Staatsschauspiels Dresden. Wurde oft von Erich Honecker imitiert.“

Steimle soll sie ja erfunden haben, die Ostalgie, Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Murat Topal hat sich den Fuß gebrochen

30. August 2012 Hinterlasse einen Kommentar

Murat Topal - Foto Katja RennerDer Ex-Bulle sitzt vorläufig

BERLIN (bm) – Murat Topal hatte in der vergangenen Woche einen Motorradunfall und hat sich dabei einen Fuß gebrochen. In den nächsten Wochen wird er also nur bedingt einsatzfähig sein, teilt er mit.

Aber er kann schon wieder Späße machen: „Es wird wohl eine Weile dauern, bis ich wieder richtig auftreten kann!“

Die Termine in Köln und Bonn im August sind deswegen ausgefallen. Die Vorstellung seines Romans „Das Dach kommt später“ am 16. September in der Berliner ufa-fabrik wird Murat Topal hoffentlich im Sitzen überstehen.

Wir wünschen: Gute Besserung!

Über Wachen und Schlafen – Systemrelevanter Humor – Das Lesedünenbuch – Kritik

Über Wachen und Schlafen_Cover_Voland & QuistDie gelungene Lesebühne für zu Hause

BERLIN (gc) – 2006, als es in Berlin noch eine Menge Strandbars gab, fanden sich fünf junge Poetry-Slamer zusammen. Julius Fischer, Marc-Uwe Kling, Sebastian Lehmann, Maik Martschinkowsky und Kolja Reichert zogen regelmäßig durch die Strandbars und nannten sich deshalb „Die Lesedüne“.
Bis heute treten sie zweimal im Monat im „Südblock“ in Berlin-Kreuzberg auf, auch wenn das keine Strandbar ist und Kolja Reichert inzwischen zum Ehrenmitglied geworden und nur noch sporadisch dabei.

Im Februar 2010 entwickelten sie ihr Programm „Über Wachen und Schlafen“, mit dem sie deutschlandweit auf Tournee waren. Unter diesem Titel ist im Frühjahr das erste Buch mit Audio-CD der Lesedüne erschienen. Und um es vorweg zu nehmen: Es ist ziemlich großartig und Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Wolfram Weimer bringt „Pardon“ zurück an den Kiosk

Pardon LogoZweite Wiederbelebung des Satire-Klassikers

MÜNCHEN (kress/ rs) – Wolfram Weimer, ehemaliger „Welt“-, „Cicero“-, und „Focus“-Chefredakteur und bislang nicht vorrangig als Humorist in Erscheinung getreten, belebt die Satirezeitschrift „Pardon“ wieder. „Irgendwann zwischen 11.11. und Nikolaus“, so der Verleger, erscheint zunächst eine Jubiläumsausgabe zum 50. Geburtstag des Titels. Künftig könnte er wieder regelmäßig herauskommen.

„Ich hatte die Idee dafür schon vor zwei Jahren und bin immer am Weiterlesen …

Thomas Nicolai: Sächsisch für Anfänger – Buchbesprechung

Sächsisch für Anfänger - Cover„Häng disch off!“
Comedian Thomas Nicolai erklärt den sächsischen Dialekt

Angeblich hat Sächsisch keinen guten Ruf. Ist laut Umfragen der unbeliebteste Dialekt. Da kann es sich nur um Neid handeln. Denn diese Mundart kommt nur Sachsen über die Zunge. Um zumindest das Verständnis zu erleichtern (und nicht, weil der MDR ohne Untertitel sendet), gibt es Wörterbücher – nun auch „Sächsisch für Anfänger“ von Thomas Nicolai.

Der Comedian ist gebürtiger Leipziger, also Muttersprachler, und weiß, dass Kult in diesem Fall auf Kultur beruht. Sächsisch hat nicht allein mit Aussprache zu tun, sondern mit Charakter. Und mit Witz natürlich.

Nicolai gliedert sein „1 x 1 des Sächsischen“ in Crashkurse, Wortschatz, Interpretationshilfen, Weiterlesen …

Reinhard Josef Sacher: Freie Sicht auf die Ambiente – Buchbesprechung

6. März 2012 1 Kommentar

Freie Sicht auf die Ambiente - CoverDie Literaturvorlage zu ‚Das Wüste Gobi‘

„Freie Sicht auf die Ambiente“ ist nicht nur ein Urlaubsbuch. Die „Ambiente“ ist vielmehr ein kosmischer Vogelführer zum Immer-dabei-haben-und-kurz-reinschauen- können. Die Geschichten voller kalamischer und anderer Vögel bieten Hilfe, Trost, Orientierung und Kurzweil in vielen Lebenslagen.

Im Urlaub etwa taugt es bei langen Autofahrten zur Unterhaltung und Belehrung des nölenden Nachwuchses: „Was aber die Sperlingsmöwe…charakterisiert, ist ihre für einen Seevogel höchst kuriose Schwäche: Sie ist wasserscheu. Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print

Piet Klocke: Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?! – Programmtipp

2. Dezember 2011 1 Kommentar

„Leben – eine Zumutung, aber… muss ja!“

BERLIN (bm) – Piet Klocke, der Meister der Assoziation, der seit März 2011 Mitglied in Sebastian Krämers „Club Genie und Wahnsinn“ ist, liest im Friedrichshainer Zebrano-Theater aus seinem neuen Buch „Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!“.

„Als ich einer schönen Frau gestand, dass ich mir vorstellen könnte, jetzt gleich hier mit ihr gemeinsam das zu tun, Weiterlesen …

Ein Krisenfest! Kabarettisten schreiben ein Buch über Krisen – Buchbesprechung

21. November 2011 Hinterlasse einen Kommentar
„Ich krieg die Krise! – Kabarettisten packen aus“

BERLIN (gc) – An einem Abend gleichzeitig Texte von Katinka Buddenkotte, HG Butzko, Wiglaf Droste und Osman Engin? Das kann es nur in einer sehr ungewöhnlichen Mixed-Show geben – oder in einem Buch! Zum Beispiel in der Anthologie „Ich krieg die Krise – Kabarettisten packen aus“, in der 26 Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Satire, Kabarett und Poetry Slam über Krisen schreiben.

Ich krieg die Krise - WorArtUnd schon wird es interessant, denn was dem einen sein Alltag, ist der anderen ihre Krise: Marc-Uwe Kling zum Beispiel lässt sich von seinem Känguru über den Tisch ziehen, während Luise Kinseher an den Steckrüben verzweifelt, die sie auf einer Speisekarte findet. Barbara Kuster ärgert sich über nicht mehr gepflegte preußische Tugenden, während Dagmar Schönleber als Ostwestfälin am Karneval verzweifelt und gleichzeitig Claus von Wagner an der Kapitalismus-Frühförderung im Kindergarten irre wird. Katinka Buddenkotte und Nessi Tausendschön dagegen bekommen ihre Krisen immer in den Theatergarderoben: Die eine wegen der anwesenden Kollegen, Weiterlesen …

Kategorien:Bücher/ Print, Kabarett

Fruchtfleisch ist auch keine Lösung

15. Oktober 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Buchpremiere am Montag, 17. Oktober, im Kaffee Burger

http://www.satyr-verlag.de/BERLIN (bm) – Ernährung ist in aller Munde. Essen wird derzeit mehr diskutiert als konsumiert. Jonathan Safran Foer will keine „Tiere essen“, Karen Duve nur noch „anständig essen“. Noch nie hat die moralisch korrekte Grundversorgung unsere Wohlstandsgesellschaft derart bewegt: Die Debatten kochen hoch, moralische Argumente werden aufgewärmt, gepfefferte Diskussionen geführt. Die Diskussionen sind hitzig, die Argumente aber oft moralin-versalzen. Was der Suppe noch fehlt, ist etwas satirische Würze.

35 Satiriker, Humoristen und Lesebühnen-Autoren – Vegetarier wie Fleischesser – haben nachgewürzt mit Geschichten über Fleischkonsum und Vegetarismus, über Rotwildjagd und Zartgemüse, über Grillgut und die Grenzen des guten Geschmacks.

Elf von ihnen präsentieren das Buch am kommenden Montag im Rahmen einer geschmackvollen Lesung. Mit dabei sind: Jakob Hein, Ahne, Maik Martschinkowsky, Ilka Schneider, Andreas „Spider“ Krenzke, Frank Sorge, Micha Ebeling, Felix Jentsch, Thilo Bock, Volker Surmann und Heiko Werning.
 

BUCHPREMIERE
Fruchtfleisch ist auch keine Lösung – Beiträge zur Ernährungslage der Nation
Hrsg. Heiko Werning und Volker Surmann, Satyr Verlag Berlin
Montag, 17. Oktober 2011, 20 Uhr: Berlin, Kaffee Burger
Torstr. 58/ 60, 10119 Berlin-Mitte, U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz, Eintritt: 5 €

 

LESUNG
Fruchtfleisch ist auch keine Lösung – Beiträge zur Ernährungslage der Nation
Hrsg. Heiko Werning und Volker Surmann, Satyr Verlag Berlin
mit Heiko Werning, Volker Surmann und Daniela Böhle
Freitag, 18. November 2011, 20 Uhr: Berlin, Dorotheenstädtische Buchhandlung
Turmstr. 5, 10559 Berlin-Moabit, U-Bahnhof Turmstrasse

Thomas Gsella: Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt! im Schmähgedicht

24. August 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Sein Buch! im Schmähbericht

(ah) – Man suche sich eine beliebige deutsche Stadt, finde ihr oberflächlichstes Klischee und ziehe in Gedichtform darüber her. Dem füge man eine holprige Metrik und jede Menge Vulgärausdrücke hinzu – fertig ist ein Schmähgedicht von Thomas Gsella.

Cover Gsella © EichbornDer ehemalige Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“ hat seine Gedichte der „Spiegel Online“-Kolumne „Ihre Stadt“ nun in einem Buch zusammengefasst. Was einzeln und wohldosiert noch für ein Schmunzeln sorgen mag, raubt in Buchkonzentration Nerven und Leselust.

Weder sind Gsellas Gedichte inhaltlich einfallsreich, noch lyrisch ansprechend. Für ihn scheinen Schimpfwörter gleichbedeutend mit Komik zu sein und sein Umgang mit Wörtern pervertiert die „künstlerische Freiheit“ zum „künstlerischen Radikalliberalismus“: Wenn sich ein Wort nicht reimen will, wird es eben dazu gezwungen.

Zum Beispiel Offenbach:

„Ach, es bündelt Arschgesichter
Prismagleich, dies Arscheloch!
Leider reimt, so klagt der Dichter,
Es sich nicht auf Offenboch.“

 

Hin und wieder gelingt Gsella ein Glücksgriff. Immer dann, wenn er ohne Fäkalvokabular auskommt und sich merklich mit dem jeweiligen Ort beschäftigt hat, entsteht ein Gedicht, das mit einem zustimmenden Lächeln quittiert werden kann. Leider trifft das nur auf eine handvoll Städte zu. Beim weitaus größten Teil der Lästerlyrik kann die Bewunderung für die kunstvoll und kreativ gestalteten Anfangsbuchstaben der Städte schnell größer werden als die für das Gedicht.

Thomas Gsellas „Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt! im Schmähgedicht“ taugt in Ausnahmefällen als Gesprächsbereicherung, wenn in einer Unterhaltung zufällig die richtige Stadt angesprochen wird. Für die meisten der ca. 100 Gedichte lohnen sich die 9,95 € jedoch kaum. Sie entsprechen nicht Gsellas Leistungsfähigkeit und sind bei Bedarf lieber auf „Spiegel Online“ nachzulesen.

Interessant übrigens: Von den über 100 im Register aufgezählten deutschen Städten liegen ganze acht auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Daraus mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Andreas Hönig © 2011 BonMoT-Berlin

Thomas Gsella: Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt! im Schmähgedicht, Eichborn, Frankfurt 2011, € 9,95

Kategorien:Bücher/ Print

IKF 2011 – 23. Internationale Kulturbörse Freiburg

4. Februar 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Ausstellerbereich - foto © IKF

Ausstellerbereich – foto © IKF

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23. IKF 2011

 

Roger Stein, B. Moeller, Béatrice Schmidt, Holger Paetz

Roger Stein, B. Moeller, Béatrice Schmidt, Holger Paetz

 

Fotostrecke und Bericht von Marianne Kolarik über die Kulturbörse 2012

Fotos: Carlo Wanka
© 2011 BonMoT-Berlin

ONKeL fiSCH: Bewusstlos zum Glück – Buchbesprechung

15. Januar 2011 Hinterlasse einen Kommentar


Die Buchstabensuppe für ein besseres Leben

BERLIN (bm) – Dieses Buch war überfällig. In einer Zeit, in der sich die Regale im Bücherladen biegen unter der Last der Ratgeber-Literatur, wurde es höchste Eisenbahn, daß sich jemand drüber lustig macht. Über den Wellness-Wahn, über die tausend Tricks, die angeblich den Ausweg aus dem Elend weisen. Schließlich wollen doch alle mehr Geld verdienen, endlich mal rausfinden, wie man die perfekte Partnerschaft führt – oder wenigstens besser aussehen.

„Leere und haltlose Versprechungen“ stellen die Autoren in Aussicht. Das optimale Geschenk für Menschen, die sich mit Hilfe von Lebenshilfe-Ratgebern über Wasser zu halten versuchen – nur, um die mal son bißchen zu piesaken. Damit wäre der erste Schritt zum Glück schon getan: Wer diesen Rollator in Buchform Weiterlesen

Kategorien:Bücher/ Print, Kritik

Tägliche Erbauung mit dem Raben-Kalender 2011

LEBEN (bm) – Kennen Sie einen Feingeist, dem Sie wünschen, daß er beim Frühstück schon zum ersten Mal lacht und dabei an Sie denkt? An 365 Tagen im Jahr? Prima. Da kommt der Rabenkalender wie gerufen. Ein absolut zuverlässiger Garant für Weisheiten und Pseudoweisheiten, kluge Sprüche und wohl formulierte Frechheiten.

Die Säulenheiligen der Literatur zeigen sich von ihrer aufmüpfigen Seite. Das Image, an dem Generationen von Oberlehrern poliert Weiterlesen

Kategorien:Bücher/ Print