Tabubruch mit dem Vorschlaghammer

DŽsirŽe Nick: Retro-MuschiPremiere im Tipi am Kanzleramt: Désirée Nick zeigt uns ihre „Retro-Muschi“

von Axel Schock

BERLIN – Für Überraschungen hat Désirée Nick im Laufe ihrer Karriere freilich immer wieder mal gesorgt. Mit zotig-schamlosen Witzen, wie man sie bis dahin nur von Drag Queens kannte, eroberte sie zunächst vor allem in der Schwulenszene ein dankbares Publikum; mit rücksichtslosem Promi-Bashing fand sie dann ein neues, auch schlagzeilenträchtiges Betätigungsfeld.

Es irritierte dann umso mehr, dass sie sich nicht nur in den intellektuellen Untiefen des „Dschungelcamps“, sondern auch in deutschen Adelskreisen bestens auskennt und dass sie über theologische Grundsatzfragen gleichermaßen fundiert streiten kann wie über den Anti-Feminismus einer Eva Hermann („Eva go home“). Weiterlesen

Die fast perfekte Frau – Désirée Nick berichtet „Neues von der Arschterrasse“

Nick Arschterrasse Cover… und lästert über die Abgründe unerreichbarer Schönheitsideale – Buchkritik

von Axel Schock

Als die Schauspielerin Désirée Nick Anfang der 1990er Jahre ihre Karriere ins Comedyfach verlegte, sorgte sie beim neugewonnenen Publikum zunächst für etwas Verwirrung. Viele wollten schlicht nicht glauben, dass dieses Schandmaul da auf der Bühne eine echte Frau und keine Drag Queen sein sollte. Und für so manche Geschlechtsgenossin, die ihr Selbstverständnis auf klassisch feministischen Werten aufbaute, galt die Nick schlicht als ordinäre Frauenfeindin.

Die alleinerziehende Self-Made-Woman hat es derweil sogar bis zur Dschungelkönigin gebracht. Alle Versuche, sie als zotiges, blondes Dummchen abzutun, hat Nick erfolgreich abgewehrt. Spätestens Weiterlesen

Désirée Nick: „Ein Mädchen aus dem Volk“ – Kritik

Désirée Nick - Foto © Marcel Steger  Artwork Jörg EschenburgWiederaufnahme in der Bar jeder Vernunft

BERLIN (as) – Ab einem gewissen Lebensjahr wird eine Diva nicht älter, sondern allenfalls vollkommener. Wen kümmern da exakte Zahlen. So tut es entsprechend auch nichts zur Sache, dass Désirée Nick bereits 2009 mit „Ein Mädchen aus dem Volke“ ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feierte. Das Programm, musikalisch am Flügel begleitet von Volker Sondershausen, wirkt bei seiner Wiederaufnahme in der Berliner Bar jeder Vernunft noch genauso frisch und Madame Nick nicht minder präsent, eloquent und in Form wie bei der Uraufführung.

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