Bodo Wartke: Klaviersdelikte – Premierenkritik

Bodo Wartke - Klaviersdelikte © bodowartke.deStehende Ovationen bei der Uraufführung

BERLIN (gc) – „Probleme sind in diesem Programm das Leitmotiv“, sagt Bodo Wartke. „Probleme, die ich früher noch nicht hatte“, heißt auch das erste Lied, mit dem er das Publikum sofort für sich einnimmt. Früher sind Frauen das Leitmotiv gewesen – hat er mit diesem Thema etwa abgeschlossen? Keineswegs! Denn Frauen kommen in den „Klaviersdelikten“ reichlich vor: Weiterlesen

Bodo Wartke: Klaviersdelikte – Programmtipp

Bodo Wartke – Foto © Nele MartensenPremiere bei den Wühlmäusen am 27. Januar 2012

BERLIN (bm) – Ob er Liebeslieder singt, rappt, Gedichte rezitiert, Samba tanzt oder mehrere Instrumente gleichzeitig spielt: Sein Klavierkabarett in Reimkultur ist charmant und immer witzig gedichtet. Mit augenzwinkernder Leichtigkeit führt er das Publikum singend durch den Abend und erzählt seine kuriosen Geschichten.

Bodo Wartke beobachtet unseren Alltag und jene Komplikationen, die das zwischenmenschliche Miteinander aufwirft. So bietet das turbulente Leben in einer WG ebenso Stoff für eine Ballade, wie die allgegenwärtige akustische Umweltverschmutzung und die lieben Nachbarn, die einen konstanten Lärmpegel um die Wohnung des dichtenden Künstlers aufrechterhalten.

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Andreas Rebers: Ich regel das – Kritik

Andreas Rebers - Foto © Janine Guldener

Die Ente ist weiter

WIEN (pb) – Mit angemessener Schamlosigkeit bedient sich Andreas Rebers in seinem neuen Solo der hohlen Sprache und der ärgerlichen Argumentationsketten von Politikern und Polemikern, Priestern, Propheten und anderen Predigern. Stets im geistreichen Dienste der hinterfotzigen Provokation, versteht sich. Nein, versteht sich offenbar nicht immer. Dass bei den gelegentlich erzreaktionär anmutenden Überzeugungen, der zu Selbstjustiz neigenden Blockwartmentalität oder der kleinkarierten Umweltschutzverhöhnung stets böse Ironie mitschwingt, überfordert gelegentlich sogar das Kleinkunstpublikum. „Die Satirefähigkeit im Kabarett ist eine begrenzte“, stellt er im Anschluss an die Wien-Premiere an der Niedermair-Bar ernüchternd fest. Aussagen auf Umwegen versickern auf dem Weg zum Verständnis Weiterlesen