Grandseigneur, Demokrat, Prinzipal und Mime – Portrait F.-W. Junge

Der Dresdner Friedrich-Wilhelm Junge wird 80

von Harald Pfeifer

DRESDEN – Sein Markenzeichen ist der kahl geschorene Schädel. Den gibt es, seit eine Rolle das verlangte, und so ist es dann geblieben. In jenen Jahren und dazu in der DDR wirkte sowas eher provokant als modern. Und doch ist Friedrich-Wilhelm Junge vor allem ein Menschenfreund: offen, begeisterungsfähig und getrieben von einem sehr eigenen Freiheitswillen. In Dresden gilt er als moralische wie auch künstlerische Institution. Am 15. Juli hat er sein 80. Lebensjahr vollendet.

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Ulla Meinecke – Checkpoint vom #Tagesspiegel gecheckt @ichgruessesie

Heute hat Ulla Meinecke Geburtstag: zehn Jahre hin oder her – das kümmert seriösen Journalismus doch nicht

von Ava Brandt

Mein Freund Wolfgang hat mich mal eine „Krümelkackerin“ geschimpft. Das hab ich seinerzeit als Kompliment aufgefasst, vermutlich weil ich vieles recht genau nehme. Vor allem die Buchstaben, die Wörter und die Zahlen respektive ihrer Bedeutung. Vor allem, bevor ich sie selbst irgendwo hinschreibe. Weiterlesen

Ein Weltstar in wechselnden Zeiten: Gisela May

Gisela May - Foto HP PRAm 31. Mai feiert die Schauspielerin und Diseuse ihren
90. Geburtstag

von Harald Pfeifer

BERLIN – Man verbindet sie vor allem mit Bertolt Brecht, mit seinem Theater – mit der Mutter Courage, die sie 13 Jahre im BE, dem Berliner Ensemble, spielte, schrieb sie Theatergeschichte – und natürlich verbindet man sie mit den Brecht-Songs, also auch mit Hanns Eisler, Kurt Weill und Paul Dessau. Aber das ist noch lange nicht alles. Gisela May ist auf Vielfalt aus. Weiterlesen

Lothar Bölck zum 60. Geburtstag am 27. Januar 2013

Pförtner an Pforte D im Kanzleramt: Lothar Bölck
Pförtner an Pforte D im Kanzleramt:
Lothar Bölck

Ein heiterer Pessimist –
ein cholerischer Komödiant

LEIPZIG (hp) – Wie aus dem Nichts ist Lothar Bölck für viele Freunde des Kabaretts 1988 erschienen. Als er zusammen mit seinem Kollegen Hans-Günther Pölitz bei den Magdeburger Kugelblitzen die erste Doppel-Conférence im DDR-Kabarett auf die Bühne brachte.

Genau genommen hätte das Programm nach den Grundsätzen der SED verboten werden müssen, und es wäre auch sicher verboten worden, wenn in Magdeburg nicht gerade ein Treffen der Jugend der DDR und der von Cuba hätte vorbereitet werden müssen.

Unvergesslich wurde das Programm „Wir sind so frei“ Weiterlesen

Rainald Grebe: Halleluja Berlin in der Berliner Waldbühne – Kritik

grebe halleluja banner (Foto: BonMoT-Berlin)

Viel Grebe für ein Halleluja!

BERLIN (bm) – Der 40. Geburtstag ist ein Meilenstein im Leben. Danach darf man bei den Großen mitspielen. Der Kleinkünstler – dieser unsägliche Ausdruck kommt hier absichtlich zum Einsatz – Rainald Grebe hat ein Großereignis draus gemacht. Wenn Mario Barth schon im Olympiastadion auftritt, rockt er wenigstens die Waldbühne. Bilanz dieses größen-wahnsinnigen Vorhabens: positiv.
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