Kabarettistische Jahresrückblicke 2015

Weihnachtsbaum2016-Foto BMoellerWas bleibt, was kann weg? – Kabarettisten ziehen Bilanz

von Beate Moeller

 

Das Silvesterfeuerwerk ist abgefackelt, der Kalender zeigt 2016. Mit guten Wünschen für die Menschen und die Welt beginnen wir das Neue Jahr und freuen uns auch auf eine pralle Kabarettsaison voller Überraschungen.

Doch solange noch ein letzter Weihnachtsbaum den Gehweg versperrt, ist das alte Jahr noch nicht richtig vorbei. Zeit genug, noch einmal zurückzuschauen. Schließlich liegen 366 Tage vor uns, in denen neuer Schaden angerichtet werden kann…

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Was bleibt von 2014: Sonderbare Typen und ein Haufen Schrott – Kritik Jahresrückblick

JEP-MHT Christoph Jungmann als Angela - Foto Carlo Wanka  © 2015 BonMoT-BerlinDer kabarettistische Jahresrückblick 2014 vom Jahresendzeit-Team

von Beate Moeller

BERLIN – „Superlein, superlein“ singen sie – vermeintlich – aber spätestens, wenn Hannes Heesch die Bühne betritt, unter der Blondhaarperücke huldvoll Zähne bleckend, kapiert man, dass es „Super-Leyen, Super-Leyen“ heißt.

Der kabarettistische Jahresrückblick im Mehringhof-Theater ist Kult in Berlin. Die Vorstellungen sind lange im Voraus ausverkauft, und das hat gute Gründe:

Angela Merkel, im pinken Dreiknopfblazer gespielt von Christoph Jungmann, führt durchs Programm und schnattert dabei so munter und hemmungslos durch die Weltgeschichte, dass es eine wahre Wonne ist. Weiterlesen

Zwischenbilanz der Alternativlosen – Kritik Michael Frowin

Michael Frowin: ‚Anschnallen, Frau Merkel!‘

von Gilles Chevalier und Beate Moeller

Michael Frowin - Foto PRBERLIN – Pünktlich mit dem lauter werdenden Wahlkampfgetöse hat sich Michael Frowin mit seinem Programm ‚Anschnallen, Frau Merkel!‘ in die Bundeshauptstadt begeben. Im Mehringhoftheater feierte er mit einem prächtig amüsierten Publikum Berlin-Premiere.

Michael Frowin gibt hier den Chauffeur der Kanzlerin. Ohne ihn wäre die mächtige Frau noch orientierungsloser! An sich ist das schwer vorstellbar, wechselt die Kanzlerin doch ihre Meinungen schneller „als eine Bordsteinschwalbe die Lümmeltüten“. Weiterlesen

Alles Banane, der Flügel glänzt – Kritik

Hagen Rether – Foto © Klaus ReineltHagen Rether mit „Liebe“ bei
“Quatsch keine Oper”

BONN (rh) – In der ausverkauften Oper empfangen die Bonner Hagen Rether enthusiastisch. Er nimmt auf dem Drehstuhl vor seinem Steinway-Flügel Platz und wirft ein freundliches “Nabend…nahhh…wie ist die Freiheit?” in den getäfelten Saal.

Die Kritik ist schnell geschrieben. „Hagen Rether war mal wieder genial.“ Ende.

Ausführlicher? Fangen wir doch einfach mal von hinten an, vier Stunden später: Hagen Rether beendet den Abend um 22.54 Uhr mit den Worten: “Seien Sie gut zu Ihren Kindern!”

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Bodo Wartke: Klaviersdelikte – Premierenkritik

Bodo Wartke - Klaviersdelikte © bodowartke.deStehende Ovationen bei der Uraufführung

BERLIN (gc) – „Probleme sind in diesem Programm das Leitmotiv“, sagt Bodo Wartke. „Probleme, die ich früher noch nicht hatte“, heißt auch das erste Lied, mit dem er das Publikum sofort für sich einnimmt. Früher sind Frauen das Leitmotiv gewesen – hat er mit diesem Thema etwa abgeschlossen? Keineswegs! Denn Frauen kommen in den „Klaviersdelikten“ reichlich vor: Weiterlesen

Bodo Wartke: Klaviersdelikte – Programmtipp

Bodo Wartke – Foto © Nele MartensenPremiere bei den Wühlmäusen am 27. Januar 2012

BERLIN (bm) – Ob er Liebeslieder singt, rappt, Gedichte rezitiert, Samba tanzt oder mehrere Instrumente gleichzeitig spielt: Sein Klavierkabarett in Reimkultur ist charmant und immer witzig gedichtet. Mit augenzwinkernder Leichtigkeit führt er das Publikum singend durch den Abend und erzählt seine kuriosen Geschichten.

Bodo Wartke beobachtet unseren Alltag und jene Komplikationen, die das zwischenmenschliche Miteinander aufwirft. So bietet das turbulente Leben in einer WG ebenso Stoff für eine Ballade, wie die allgegenwärtige akustische Umweltverschmutzung und die lieben Nachbarn, die einen konstanten Lärmpegel um die Wohnung des dichtenden Künstlers aufrechterhalten.

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Jahresendzeitprogramm zieht Quintessenz 2010 – Premierenkritik

Jahresendzeitprogramm_2010_01

Der kabarettistische Jahresrückblick im Mehringhoftheater

BERLIN (bm) – Ein Jahreswechsel ohne Jahresendzeitprogramm ist nicht mehr vorstellbar. Nur einige Tage im Dezember und Januar treten sie gemeinsam auf: Die beiden Vorleser Bov Bjerg und Horst Evers in Begleitung des Klavier spielenden Geschichtenerzählers Manfred Maurenbrecher bildeten bis 2008 noch das ‚Mittwochsfazit‘. Zusammen mit dem Parodisten Hannes Heesch und Christoph Jungmann ziehen sie als ‚Jahresendzeitteam‘ die Quintessenz des Jahres. Weiterlesen

Nach den Auftritten im Berliner Mehringhof-Theater gibt es den kabarettistischen Jahresrückblick 2010 mit dem Jahresendzeitprogramm in den kommenden Tagen hier zu erleben:

09. Januar Berlin, Komödie am Kurfürstendamm, 12 Uhr und 20 Uhr
12. Januar Düsseldorf, Sparkasse
13. Januar Düsseldorf, Sparkasse
14. Januar Kiel, Metro
15. Januar Kiel, Metro
16. Januar Kiel, Hansa 48, 11 Uhr
16. Januar Hamburg, Polittbüro, 20 Uhr

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