Bayerischer Kabarettpreis 2015 für Helmut Schleich, Pigor & Eichhorn, Abdelkarim und Lisa Fitz

Preisverleihung im Juli in München

Bayerischer Kabarettpreis | Bild BR/ Ralf WilschewskMÜNCHEN – Zum 17. Mal verleiht der Bayerische Rundfunk gemeinsam mit dem Münchner Lustspielhaus in diesem Jahr den „Bayerischen Kabarettpreis“. Die Preise werden am Montag, 20. Juli 2015, im Münchner Lustspielhaus überreicht und am Freitag, 24. Juli 2015, sendet das Bayerische Fernsehen die Aufzeichnung der Preisverleihung.

Als Moderatorin führt Luise Kinseher durch den Abend, die 2014 mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde.

Hier die Begründungen der Jury: Weiterlesen

Vornehm verelendet – Kritik Luise Kinseher

LuiseKinseher leidend Ruhe ©AnjaWechsler-quer„Ruhe bewahren“ mit Luise Kinseher
von Marianne Kolarik

KÖLN – In Aufzügen befinden sich häufig Schilder, auf denen „Ruhe bewahren“ zu lesen ist. Ein guter Rat für den Fall, dass das Ding stecken bleibt. Aber was soll man tun, so fragt sich Luise Kinseher in ihrem gleichnamigen Programm, wenn man abstürzt? Oder einen Mann in einem Fahrstuhl kennenlernt, der sich nicht meldet, obwohl man ihm seine Telefonnummer zugesteckt hat.

Die gepflegte Chefin im kleinen Schwarzen wischt verzweifelt auf ihrem Handy herum, schüttelt und dreht es hin und her – vergeblich. Aber Weiterlesen

Helmut Schleich: Nicht mit mir! – Kritik

Helmut Schleich - Nicht mit mirGelungenes Auswärtsspiel einer zerrissenen Persönlichkeit

BERLIN (gc) – Das Berliner Mehringhoftheater hat in dieser Woche Besuch aus Bayern: Helmut Schleich gastiert mit seinem aktuellen Solo-Programm „Nicht mit mir!“. Kann das gutgehen, ein Bayer in Preußen? Ist die Gesellschaft wirklich schon so integrationsbereit?

Das Kreuzberger Publikum jedenfalls braucht seine Zeit, ehe es mit diesem kaum zu bändigenden Vollblut-Komiker warm wird. Weiterlesen

Andreas Rebers: Ich regel das – Kritik

Andreas Rebers - Foto © Janine Guldener

Die Ente ist weiter

WIEN (pb) – Mit angemessener Schamlosigkeit bedient sich Andreas Rebers in seinem neuen Solo der hohlen Sprache und der ärgerlichen Argumentationsketten von Politikern und Polemikern, Priestern, Propheten und anderen Predigern. Stets im geistreichen Dienste der hinterfotzigen Provokation, versteht sich. Nein, versteht sich offenbar nicht immer. Dass bei den gelegentlich erzreaktionär anmutenden Überzeugungen, der zu Selbstjustiz neigenden Blockwartmentalität oder der kleinkarierten Umweltschutzverhöhnung stets böse Ironie mitschwingt, überfordert gelegentlich sogar das Kleinkunstpublikum. „Die Satirefähigkeit im Kabarett ist eine begrenzte“, stellt er im Anschluss an die Wien-Premiere an der Niedermair-Bar ernüchternd fest. Aussagen auf Umwegen versickern auf dem Weg zum Verständnis Weiterlesen