Mamma Macchiato – Ausgehtipp

Am 15.03. Berlinpremiere im Admiralspalast F101, 20 Uhr

Mit Mamma Macchiato bringt die Berliner Off-Musical-Company Stammzellformation ihr neu inszeniertes Erfolgsstück auf die Bühne. In der espresso-schwarzen bittersüßen Musical-Komödie kriegt die Prenzlauer-Bohème ihr Fett weg.

Es spielen: Nini Stadlmann, Franziska Kuropka, Tom van Hasselt. Text und Musik: Tom van Hasselt.
Regie: Felix Powroslo

Weitere Termine: 16.03./17.03., 13.04./14.04./16.04.2018
und 06./07./08.05.2018 Weiterlesen

Ladies Night im Baumarkt mit den „Hammerfrauen“

BAUHAUS_Motiv_01.inddMusical-Uraufführung in den Wühlmäusen
von Beate Moeller

BERLIN – Den Sommer über wird am Theodor-Heuss-Platz mit Frauen-Power kräftig renoviert. Täglich ab 20 Uhr knallt und hämmert es auf der Bühne:

Bei der Ladies-Night im Baumarkt – dem Handwerkerkurs nur für Frauen – lernen vier Damen zwischen Sekt und Schnittchen, wie man fliest und fugt. Doch nicht nur das Fliesenlegen, auch den Baumarkt selbst nimmt das Do-it-yourself-Quartett über Nacht in die Hand. Weiterlesen

Promblembären auf Thunfischfang bei den Wühlmäusen – Kritik „Mann über Bord“

Mann über Bord - Hofschneider, Schnarre, Bürgi, van Parys - Foto © Dietrich DettmannEin heiterer Herrenausflug

von Gilles Chevalier

BERLIN – Für die Sommerzeit hat man sich bei den Berliner Wühlmäusen etwas Besonderes ausgedacht: Damit die Kollegen bei der Hitze nicht zu oft auf die Leiter steigen müssen, um die Außenwerbung zu ändern, gibt es fünf Wochen lang ein Stück en suite: „Mann über Bord – Eine musikalische Midlife-Krise“ heißt es.

Am Bodensee treffen sich vier Freunde zu einem Wochenende unter Männern. Seit Schulzeiten kennen sie sich, inzwischen sind sie schon fast 50. Jeder erzählt aus seinem Leben, schließlich sind hier vier Prototypen versammelt: Ein Besserwisser ohne Freundin, ein vermeintlich Schwuler, ein Schöner und Erfolgreicher und ein ganz normaler Bierbauch mit Mann dran. Weiterlesen

Tunten, Trash und Tränen – Premierenkritik

Les Cagelles 01 - Foto © Adrienne GerhäuserDie Bar jeder Vernunft verwandelt sich für „La Cage aux Folles“ – „Ein Käfig voller Narren“ zum Broadway en miniature

von Axel Schock

BERLIN – Oberammergau hat seine Passionsspiele, Berlin die Bar jeder Vernunft. Auch da gibt’s im Zehn-Jahres-Rhythmus eine neue, ganz große Show jenseits des klassischen Programms aus Kabarett, Chanson und Entertainment.

Das „Weiße Rössl“ von 1994 (unter anderem mit Max Raabe, den Geschwistern Pfister und Otto Sander) ist längst Operettenlegende. Vincent Paterson‘s Kammerversion des Musicals „Cabaret“ (2004) wurde wegen des immensen Erfolges mehrfach wieder aufgenommen und zog konsequenterweise ins große Schwesterhaus, das Tipi am Kanzleramt.

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„Cabaret“ vom Amateurtheater – Premierenkritik

Tief geschürft, perfekt geschliffen: Meisterstück aus der Provinz
Bravo für Regisseur Ulrich Schulz und die Niederstettener Tempele-Crew

Cabaret Niederstetten  02 © 2012 Inge Braune BonMoT-Berlin www.liveundlustig.deNIEDERSTETTEN (ib) – „Willkommen, bienvenue, welcome“: Aus dem Niederstettener Tempele schallt der Musical-Ohrwurm in erstaunlicher Live-Qualität. Über ein Jahr hat sich die Amateur-Theater-Truppe mit großem Respekt und viel Akribie auf die Herausforderung vorbereitet, ein Musical auf die Freilichtbühne zu bringen.

Ein Musical – und das nicht nur mit Schauspiel-, sondern auch mit Gesangsamateuren! Kann das gut gehen? Weiterlesen

Das Wechseljahre-Musical ‚Heiße Zeiten‘ in Köln – Kritik

Heisse Zeiten - Die Wechseljahre-Revue - St.Pauli TheaterHitzewallungen hinter dem Kölner Hauptbahnhof

Vor ein paar Tagen haben wir hier über die Premiere der Revue ‚Heiße Zeiten‘ in den Berliner Wühlmäusen berichtet. Ein recht anderes Stück mit dem selben Titel und dem gleichen Thema wird zur Zeit in Köln gezeigt. Ganz schön verwirrend …

Der Kölner Inszenierung haben Gerburg Jahnke als Regisseurin und Anna Bolk als Co-Texterin offenbar ganz ordentlich eingeheizt.
Unser Korrespondent Rainer Hagedorn war jedenfalls begeistert!
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Ades Zabel & Company: Linie 8, das „Trendbezirksneuköllnical“ – Kritik

Schön schräg und albern

BERLIN (as) – In Berlin gibt es seit gut 25 Jahren die bewährte Tradition, gesellschaftliche Entwicklungen der Stadt als Musical und entlang der U-Bahnstrecken aufzubereiten. Das GRIPS-Theater hatte diese mit „Linie 1“ zu einer Zeit begründet, als Kreuzberg noch als Synonym für Alternativkultur und soziale Brennpunkte jeglicher Art galt.

Das Nachfolgestück führte 2009 folgerichtig mit „Linie 2“ in den von Latte Macchiatio-Wahlberlinern mit schwäbischem Migrationhintergrund gentrifizierten Prenzlauer Berg.

Die Karawane der partyseligen Easy-Jet-Touristen, trendsettenden Künstler und profitgeilen Investoren ist derweil längst weitergezogen und hat sich „Kreuzkölln“ als neues Eroberungsgebiet ausgeguckt – und der Comedy-Truppe rund um Ades Zabel damit ein wunderbares Thema geliefert. Weiterlesen