So’ne coole Socke – Kritik Sebastian 23

Sebastian 23: Soloslamshow

von Carlo Wanka

BERLIN – Im vollbesetzten Mehringhof-Theater begrüßt Sebastian 23 smart das Publikum. Der Hinweis, dass er ein Kind der Poetry-Szene ist, haut in Berlin niemanden vom Hocker. Woanders, so Sebastian 23, wäre ein bewunderndes „Aha!“ oder „Oh, krass! Ein Poet“, noch besser „Der feine Herr, was bildet er sich ein? – Schleiche er sich, der Lump!“ zu hören gewesen. Konfus gibt er sich, erklärt, dass er sich selbst ständig ablenkt, und grinst. Seine Interaktion mit dem Publikum ist sympathisch, und daher hat er nach nicht mal zwei Minuten ein Theater voll Fans. Weiterlesen

Didi und Dieter – durchgeknallt, aber mit ernsterem Anliegen

Dieter Hallervorden in seinem Kabaretttheaher Die Wühlmäuse - Foto © Carlo WankaDieter Hallervorden wird heute 80 Jahre alt

von Harald Pfeifer

Er ist der Kabarettist in der Republik, dessen Brettl für viele der Bildschirm ist und umschreiben kann man seine Spielart: durchgeknallt, mit weitaus ernsterem Anliegen.

Dieter Hallervorden war und ist immer für eine Überraschung gut. Sein Platz war bislang in entscheidenden Momenten immer zwischen den Stühlen. Deshalb war den einen seine Ernsthaftigkeit zu lustig, und sein Spaß den anderen einfach zu ernsthaft.

Hallervorden war kaum dreißig Jahre alt, da war er bereits mit dem SFB in den Clinch geraten, weil er sich den Mund nicht verbieten lassen wollte. Fünf Jahre hatte daraufhin die Anstalt ihn und die Wühlmäuse gemieden, aber dann ging es richtig los. Im NDR, ZDF und schließlich im SDR. Vielen ist er erstmals als Stimme von Marty Feldmann aufgefallen. Weiterlesen

Helge Schneider ist „Kopf der Woche“ – Fernsehtipp

Helge Schneider - Foto zdfZDFkultur widmet ihm heute den Abend

TV (bm) – Helge Schneider ist schon ein Fall für sich! Entweder man liebt ihn oder man kann mit seiner Kunst überhaupt nichts anfangen. Er ist nicht nur ein vielfach ausgezeichneter Komiker und Entertainer, sondern auch Komponist, Musiker, Autor, Schauspieler, Regisseur und Zeichner.

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ONKeL fiSCH: Bewusstlos zum Glück – Buchbesprechung


Die Buchstabensuppe für ein besseres Leben

BERLIN (bm) – Dieses Buch war überfällig. In einer Zeit, in der sich die Regale im Bücherladen biegen unter der Last der Ratgeber-Literatur, wurde es höchste Eisenbahn, daß sich jemand drüber lustig macht. Über den Wellness-Wahn, über die tausend Tricks, die angeblich den Ausweg aus dem Elend weisen. Schließlich wollen doch alle mehr Geld verdienen, endlich mal rausfinden, wie man die perfekte Partnerschaft führt – oder wenigstens besser aussehen.

„Leere und haltlose Versprechungen“ stellen die Autoren in Aussicht. Das optimale Geschenk für Menschen, die sich mit Hilfe von Lebenshilfe-Ratgebern über Wasser zu halten versuchen – nur, um die mal son bißchen zu piesaken. Damit wäre der erste Schritt zum Glück schon getan: Wer diesen Rollator in Buchform Weiterlesen