Mit Cello, Charme und Duden – Kritik Carrington-Brown

Carrington-Brown 10Carrington-Brown: „10“ – Premiere in der Bar jeder Vernunft

von Gilles Chevalier

BERLIN – Die ersten Worte im neuen Programm „10“ von Rebecca Carrington und Colin Brown werden nicht von den beiden Künstlern gesprochen. Die beiden Engländer lassen dem Ältesten auf der Bühne den Vortritt, und das ist das Cello Joe. 235 Jahre hat es inzwischen am Stachel und nun Gelegenheit, sein bisheriges Leben vorbeiziehen zu lassen.

Bei ihrer Großmutter haben Rebecca Carrington und Joe zusammengefunden. Daraus hat sich eine never-ending story entwickelt. Weiterlesen

24. Leipziger Lachmesse 2014

LM-Logo22Europäisches Humor- und Satirefestival Leipzig –
vom 16. bis zum 26. Oktober 2014

von Harald Pfeifer

LEIPZIG – Seit 24 Jahren ist es immer wieder das Gleiche:
Man erlebt im Oktober in Leipzig eine Großveranstaltung von Brettlkunst auf diversen kleinen Bühnen.

In diesem Jahr sind es 105 Veranstaltungen auf zehn Bühnen mit 160 Künstlern. Die Spielarten reichen von Kabarett und Comedy, über Lied und Chanson bis hin zu Clownerie, Poetry und Musik. Weiterlesen

Gelebter Traum musikalischer Vielfalt – Premierenkritik Carrington-Brown

???????????????????????Carrington-Brown: „Dream a Little Dream“

von Gilles Chevalier

BERLIN – Rebecca Carrington und Colin Brown feiern in der ausverkauften Bar jeder Vernunft in Berlin die Premiere ihres Programms „Dream a Little Dream“. Rebecca Carringtons Cello mit Namen Joe aus dem 18. Jahrhundert war selbstverständlich mit von der Partie und hatte großen Anteil an diesem gelungenen Abend.
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Nicht nur neue Töne von einem alten Instrument – Carrington-Brown

Rebecca Carrington Colin Brown

Carrington-Brown: Mit Schirm, Charme und Cellone – Premierenkritik

BERLIN (gc) – Es sind etwa 300 Jahre Geschichte auf der Bühne versammelt: Rebecca Carrington aus den siebziger Jahren, Colin Brown aus den sechziger Jahren und Joe, das Cello, aus der Zeit vor der Französischen Revolution. Die drei feiern in der Berliner Bar jeder Vernunft Premiere ihres zweiten Programms ‚Mit Schirm, Charme und Cellone‘. Der Zuschauer wird glänzend unterhalten: Von der klassisch ausgebildeten Cellistin und Sängerin, die ihr Instrument auf viele ungewöhnliche Arten zu bedienen weiß.

Da wird der Bogen wie üblich geführt; da steht sie und klopft darauf herum, und einmal nimmt sie das sperrige Instrument sogar wie eine Gitarre auf den Schoß. Egal, was Carrington treibt, immer lockt sie diese angenehm warmen Töne aus dem Cello. Für die Tanzeinlagen, die vielen skurrilen Kostüme und die warmen gesungenen Töne ist Colin Brown zuständig. Der Schauspieler und Sänger füllt mit seiner samtenen Stimme das Zelt wunderbar aus und ist eine tolle Ergänzung zum Klang des Streichinstruments.

Sie schrecken vor nichts zurück und springen in alle Genres zwischen Klassik und Rap. Da klingt ‚La vie en rose‘ wie von einem Schaf gesungen, da werden Stücke der Beatles adaptiert und mit feiner Ironie wird aus dem ‚Englishman in New York‘ ein ‚English Paar in Deutsch-laand‘. Alles hübsch reduziert auf zwei Stimmen und ein Cello. Das Wesentliche aber bleibt erhalten und wiedererkennbar. Das ist Kleinkunst in höchster Perfektion.

Auch wenn manche Nummern schon aus dem ersten Programm ‚Me and my Cello“ bekannt sind: ‚Scotland the Brave‘ mit Dudelsack und Kilt oder der Ausflug in das indische Bollywood. Immer wird bewiesen, dass das Cello ein international einsetzbares Instrument ist. Wer Rebecca Carrington, Colin Brown und Joe noch nie auf der Bühne erlebt hat, sollte sich den Abend nicht entgehen lassen.

Gilles Chevalier © 2011 BonMot-Berlin Ltd.

www.carrington-brown.com