Annamateur & Außensaiter: Screamshots – Ein musikalisches Overhead-Projekt – Premierenkritik

live-lustig-banner-staatsschauspiel-dresden-annamateur-screamshots-2012-01-28-foto-© 2012 bonmot-berlin ltd.jpgKopfüber ins Herz

DRESDEN (bm) – Tageslichtprojektoren gehören nicht gerade zu den üblichen Requisiten auf der Bühne. Aber was ist schon üblich bei Annamateur? Sie benutzt ihn, weil sie heute eben mal Schule spielen will. Links und rechts von ihr sitzen die Außensaiter, ihre exzellenten musikalischen Begleiter: Stephan Braun mit dem Jazz-Cello und Samuel Halscheidt mit der akustischen Gitarre – zwei Virtuosen. Weiterlesen

Annamateur & Außensaiter: Screamshots – Programmtipp

Annamateur Screamshots 02 – Foto © Fabian StürtzEin musikalisches Overhead-Projekt – Uraufführung am nächsten Wochenende

DRESDEN (bm) – „In Deinem Leben sind 5 Fehler versteckt. Finde sie und kreise sie ein. Du hast zwei Minuten Zeit. Arbeite sauber!“ Ein Abend für Edding, Stimme, Cello und Gitarre. Eine visuell-akustische Skizzenschlacht um Malen nach Zahlen und den Schrei nach Nachvollziehbarkeit. Über L_ckentexte, Liebeslieder, Bauchsparverträge, Blindmaps und Phantomsch_erze. Weiterlesen

Helge Schneider unterbricht Tournee

Helge Schneider (Foto: meine Supermaus)

Der Komiker aus dem Ruhrpott braucht jetzt eine Kunstpause

Es wurde viel gerätselt, ob der abrupte Abbruch seines Auftritts in Salzburg Teil der Inszenierung gewesen ist oder ob Helge Schneider tatsächlich Probleme mit Weiterlesen

Helge Schneider: Buxe voll in Salzburg – Kritik

Helge Schneider (Foto: www.Helge-Schneider.de)
Wann glaubt man einem Komiker? Noch nicht mal, wenn’s ernst wird!

SALZBURG (mc) – War am Sonntag bei Helge Schneider. Salzburg Congress ist nun wirklich nicht der Ort, den ich mir für sowas wünsche, aber bei uns hier tritt er eben nur dort auf. Außerdem waren die Karten ein Geschenk zum 16. Geburtstag meiner Tochter. Da muß ich sie als Erziehungsberechtigte schließlich begleiten und in den sauren Apfel beißen, den Auftritt eines Künstlers zu ertragen, von dem ich selbst begeistert bin, Atmosphäre hin oder her.

Das Programm Buxe voll ist bestimmt schon oft genug beschrieben worden. Vielleicht war es ein Extra des Salzburger Auftritts, dass sein Diener als Lakai im Mozart-Kostüm auftreten mußte. Nach einem grauenhaften Solo des Gitarristen, das Helge Schneider als super gelungen hinstellt, bringt der Lakai wieder Tee für den großen Meister, der allerdings protestiert und vehement nach Wasser verlangt. Da war mir als erfahrene Theaterbesucherin schon klar: Da stimmt was nicht.

Nach einem furiosen Vibrafonsolo setzt er, also Helge Schneider, sich nochmals ans Klavier, trinkt ganz viel Wasser und geht einfach ab. Er gibt der Band ein Zeichen weiterzuspielen. Die Leute finden`s lustig und warten auf seine Rückkehr. Sein Lakai (= Mozart) teilt lakonisch mit, dass Helge Kreislaufprobleme habe, und das Konzert jetzt abgebrochen werde. Selbst die Band scheint das nicht zu glauben, spielt Schleife. Dann kommt einer von den Technikern, erzählt das selbe und meint, es wäre kein Witz, muss aber dabei lachen – vermutlich unabsichtlich. Keiner glaubt ihm. Die Leute halten das natürlich für einen Scherz und bleiben stoisch sitzen. Sie lachen und schreien „Helge, Helge!“ und klatschen.

Dieses alles passierte im zweiten Teil des Programms, so etwa 20 Minuten nach der Pause. Plötzlich stellte sich eine Stille ein und im immer noch abgedunkelten Zuschauerraum flüstere ich als wie gesagt erfahrene Theaterbesucherin meiner heranwachsenden Tochter zu: „Solange das Saallicht nicht an ist, ist das Konzert nicht zu Ende.“ und bin mir sicher, das interessanteste Helge-Schneider-Konzert aller Zeiten erlebt zu haben. Meinem intelligenten Nachwuchs fällt daraufhin nichts Besseres ein, als 1.299 inzwischen verstummten Menschen in diesem Salzburg Congress Centrum lautstark entgegenzuschmettern: „Solange hier kein Licht an ist, gehe ich nicht!“ (War ja schließlich ihr Geburtstagsgeschenk. Kann man auch wieder irgendwie verstehen.)

Selbst als das – nicht nur für mich – erlösende Saallicht anging, und der dritte Mann auf die Bühne kam und das Konzert nun endgültig für beendet erklärte, verließen nur wenige den Saal. Tsss. Es war absurdes Theater – live. Nach meinem Gefühl: Es ist Helge Schneider wirklich schlecht gegangen. Um 22.15 Uhr standen alle vor der Tür. Da sieht man mal: Einem Komiker glaubt man nicht – egal, wie ernst es wird, egal, wie voll die Buxe ist.

Marlene Czurda © 2011 BonMoT-Berlin Ltd.

Diese Nachricht hat uns Marlene Czurda aus Salzburg zugeschickt. Wir freuen uns, wenn sich die Kabarettgemeinde weiter vernetzt. Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion oben oder mailen Sie an lachen@liveundlustig.de

Gegenbesuch von Andreas Rebers – Kritik

Andreas Rebers

Beißhemmungslos

WIEN (pb) – Hut ab. Für seine Österreich-Termine schreibt Andreas Rebers extra ein über weite Strecken neues oder zumindest deutlich austrofiziertes Programm. Aber na gut, er hat ja auch noch Einiges damit vor. Nicht weniger als die politische Machtübernahme hierzulande: „First we take Amstetten, then we take Braunau.“
Und das ist durchaus bedrohlich gemeint. „Ich komme aus Braunschweig“ Weiterlesen

noch bis zum 15. Januar in Wien im Kabarett Niedermair
und am 2. Februar in Salzburg