Vornehm verelendet – Kritik Luise Kinseher

LuiseKinseher leidend Ruhe ©AnjaWechsler-quer„Ruhe bewahren“ mit Luise Kinseher
von Marianne Kolarik

KÖLN – In Aufzügen befinden sich häufig Schilder, auf denen „Ruhe bewahren“ zu lesen ist. Ein guter Rat für den Fall, dass das Ding stecken bleibt. Aber was soll man tun, so fragt sich Luise Kinseher in ihrem gleichnamigen Programm, wenn man abstürzt? Oder einen Mann in einem Fahrstuhl kennenlernt, der sich nicht meldet, obwohl man ihm seine Telefonnummer zugesteckt hat.

Die gepflegte Chefin im kleinen Schwarzen wischt verzweifelt auf ihrem Handy herum, schüttelt und dreht es hin und her – vergeblich. Aber Weiterlesen

Multitasking Power-Frau – Christine Rothacker

Christine Rothacker: Ich bin so frei – Derniere

Christine RothackerTROSTBERG (bm) – Christine Rothacker spielt ihr grandioses Musiksolo ‚Ich bin so frei‘ ein letztes Mal. Schade. Denn Publikum und Presse waren gleichermaßen begeistert. „Das ist der Gipfel. Ein echter Höhepunkt!“ jubelte der ‚Watzmann-Rundblick‘ und ‚Psychose heute‘ diagnostizierte „Einfach Wahnsinn diese Frau!“.
Feiern bis der Arzt kommt und Schlafen bis mittags um zwölf. So stellen sich viele das Leben einer Freiberuflerin vor. Ein Häuschen im Grünen und jede Menge Freizeit. Manchmal abends auf die Bühne. Und immer Kohle ohne Ende. La dolce vita.

Christine Rothacker (Foto © Anna Aigner)Hahaha, dreimal kurz gelacht, bilanziert Christine Rothacker das süße Leben à la bohème. In ihrem komischen Solo zeichnet sie selbstironisch das Bild einer Frau, die multitasking den Alltag schmeißt, die Romantik selbst noch in der restlosen Selbstausbeutung zu entdecken vermag und sich notfalls ihr Publikum auf der Alm sucht. Der Spagat zwischen ökologisch korrektem Leben auf dem Land und den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten.

Die Schauspielerin und Sängerin Christine Rothacker illustriert mit sinnlichen und bösen Chansons die verrückte Hetzjagd nach dem Idealzustand – begleitet nur von ihrem Akkordeon. Ein Abend für die Heldinnen des ganz alltäglichen Wahnsinns, die doch nichts geringeres verdient haben als rote Rosen. Hingehen!

‘Ich bin so frei‘ – zum letzten Mal:
Sonntag, 3. April 2011: Trostberg, Postsaal
Kartentelefon: 08621 –970 96 02

www.christine-rothacker.de