Ades Zabel & Company: Linie 8, das „Trendbezirksneuköllnical“ – Kritik

Schön schräg und albern

BERLIN (as) – In Berlin gibt es seit gut 25 Jahren die bewährte Tradition, gesellschaftliche Entwicklungen der Stadt als Musical und entlang der U-Bahnstrecken aufzubereiten. Das GRIPS-Theater hatte diese mit „Linie 1“ zu einer Zeit begründet, als Kreuzberg noch als Synonym für Alternativkultur und soziale Brennpunkte jeglicher Art galt.

Das Nachfolgestück führte 2009 folgerichtig mit „Linie 2“ in den von Latte Macchiatio-Wahlberlinern mit schwäbischem Migrationhintergrund gentrifizierten Prenzlauer Berg.

Die Karawane der partyseligen Easy-Jet-Touristen, trendsettenden Künstler und profitgeilen Investoren ist derweil längst weitergezogen und hat sich „Kreuzkölln“ als neues Eroberungsgebiet ausgeguckt – und der Comedy-Truppe rund um Ades Zabel damit ein wunderbares Thema geliefert. Weiterlesen