Crowdfunding für die Kleinkunstbühne Corbo

Der Countdown läuft: Nur noch 9 Tage!

von Beate Moeller
 

 

BERLIN – Als die „beste Adresse der Stadt für Chanson und Kleinkunst“ hat die ‚Berliner Morgenpost’das Corbo bezeichnet. Wir von Liveundlustig finden das auch und haben HIER schon oft über das Corbo berichtet. Weiterlesen

Crowdfunding für die Kleinkunstbühne Corbo

CORBO-CrowdfundingDer Countdown läuft: Noch 36 Tage!

von Beate Moeller

BERLIN – Als die „beste Adresse der Stadt für Chanson und Kleinkunst“ hat die ‚Berliner Morgenpost’das Corbo bezeichnet. Wir von Liveundlustig finden das auch und haben HIER schon oft über das Corbo berichtet.

Nachwuchsförderung steht dort im Mittelpunkt. Innerhalb von weniger als fünf Jahren hat sich diese private Bühne über Berlins Grenzen hinaus durchaus einen Namen gemacht.

Nun bittet die kleine, feine Kleinkunstbühne in Alt-Treptow um Unterstützung. Um die Zukunft des Theaters mit seinen rund 80 Veranstaltungen im Jahr für 2015 zu sichern, haben die Corbetten ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Weiterlesen

19. Chansonfest Berlin im Corbo – Kritik 3. Tag

Chansonfest-Berlin-2014 3 - Fotos Corbo - Collage Carlo WankaMai Horlemann, Ron Diva und SIR

von Carlo Wanka

BERLIN – Rumsvoll war es, als es galt, den dritten Abend des Chansonfests Berlin im Corbo zu vollbringen. Wieder waren, wie an den Tagen zuvor, drei Künstler, zwei Damen, ein Herr angekündigt. Mai Horlemann sang zur Eröffnung, Ron Diva gesellte sich in den Mittelteil, und nach der Pause vollendete SIR – Saskia Inken Rutner.

Die Moderationen übernahmen ganz unkompliziert und etwas leichtfüßig die Hausherrinnen Lisa Zenner und Yvonne Fendel. Man hätte sich in diesem Rahmen schon ein wenig mehr gewünscht als nur lockeres Geplänkel und abgelesene Ankündigungen – aber charmant waren sie und fieberten bei jedem Künstler mit. Frau Fendel begleitete zudem jeden Auftritt mit Ton und Licht, und das war gelungen. Weiterlesen

19. Chansonfest Berlin im Corbo – Kritik 2. Tag

Chansonfest-Berlin-2014 2 - Fotos Corbo - Collage Carlo WankaMeike Schrader, Stefan Waldow und die Band ‚Helikon‘

von Gilles Chevalier

BERLIN – Der zweite Abend beim 19. Chansonfest Berlin wurde von Künstlern aus Hamburg gestaltet. In der Kleinkunstbühne Corbo in Berlin-Treptow präsentierten Meike Schrader, Stefan Waldow und die Band ‚Helikon‘ ihre grundverschiedenen Herangehensweisen an das Genre Chanson.

Meike Schrader macht den Anfang. Ein Markenzeichen ihrer Musik ist die Klarheit, sowohl in Text als auch in Melodie. Am Stummelflügel spielt sie „Hamburg, mein Hafen“, eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt. Weiterlesen

19. Chansonfest Berlin im Corbo – Kritik 1. Tag

Chansonfest-Berlin-2014 - Fotos Corbo - Collage Carlo WankaManuela Sieber, Boris Steinberg und Manfred Maurenbrecher

von Beate Moeller

BERLIN – Wie großartig das klingt: Chansonfest Berlin! Und noch dazu das 19.! Da geht der Fantasie ja gleich die ganze Quadriga durch. Tatsächlich, beim Chansonfest Berlin handelt es sich um eine Institution, eine Einrichtung, die inklusive Vorbereitungszeit locker auf eine Tradition von 20 Jahren stolz sein kann. Besser gesagt: sein könnte.

Denn da ist dieser unaufhaltsame Abstieg, den niemand so recht erklären kann. Eine Geschichte, wie die vom Hans im Glück, dem es gelingt einen großen Goldklumpen über mehrere Etappen zu tauschen, bis er nur noch zwei Steine besitzt, die er am Ende gar verliert. Weiterlesen

Geballte Chanson-Frauenpower auf der Bühne in Alt-Treptow – Kritik

Tanja Ries_Chansonfest Berlin l Foto © Anna Schwarz17. Chansonfest Berlin – 1. Abend

BERLIN (bm) – Zum zweiten Mal findet das Berliner Chansonfest im Kleinkunst-Theater corbo statt, einer der jüngsten Bühnen dieser großartigen Stadt. Der Name Corbo ist eine Verballhornung des französischen Worts für Rabe: corbeau. Vielleicht auch, damit die Deutschen das richtig aussprechen.

Zum ersten Mal haben in diesem Jahr die Betreiberinnen dieses frankophilen Theaters das Festival auch organisiert: Yvonne Fendel und Lisa Zenner. Und um einen Teil der Bilanz gleich vorwegzunehmen: Mit ihrer Auswahl der Künstler ist es den Corbetten gelungen, ein vielfarbiges Spektrum dessen zu zeigen, was unter der breiten Überschrift Chanson vorstellbar ist.
Geblieben ist die Moderatorin Tanja Ries, die bis zum vergangenen Jahr noch das Chansonfest gleichzeitig auch organisiert hat. Weiterlesen

17. Chansonfest Berlin im corbo

chansonfest mikro18. bis 20. Oktober 2012 auf der Kleinkunstbühne corbo

BERLIN (bm) – Drei Abende, neun Künstler, davon drei Nachwuchskünstler, eine zauberhafte Conférenciere, ein schönes Theater. Alles hautnah, eine spannende Wanderung zwischen Klassischem und Modernem. Der Weg nach Alt-Treptow lohnt sich allemal, denn es gibt viel zu entdecken.

An allen drei Abenden moderiert Tanja Ries. Die Leitung des Chansonfests Berlin hat sie inzwischen an die Kleinkunstbühne corbo übergeben. Zum ersten Mal haben in diesem Jahr also Yvonne Fendel und Lisa Zenner die Künstler ausgewählt.

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Chansonfest Berlin zieht komplett ins Corbo um

CORBO - Kleinkunst-Café-Theater - ein "Rabe" für die KLEINKUNST in BERLINJetzt bewerben!

BERLIN (bm) – Tanja Ries übergibt die Leitung des Chansonfests Berlin an Lisa Zenner und Yvonne Fendel von der Kleinkunstbühne Corbo, wird jedoch weiter die Veranstaltung moderieren. Schon im Herbst 2011 hatte das Chansonfest Berlin im Corbo-Theater stattgefunden. Nun übernehmen die Corbetten auch die Organisation. Weiterlesen

Die FENDEL: Frau im Spiegel – Programmtipp

dieFendel - Frau im SpiegelPremiere im Corbo

BERLIN (bm) – Mit dem Hochziehen einer Augenbraue versprüht die FENDEL mehr Gift als Katharina di Medici in ihrem ganzen Leben. Tödlich ist es allerdings nur für diejenigen, die sich den Schuh anziehen, für alle anderen ist es das reine Vergnügen. Selbstverständlich ist Fendels Sache nicht das melancholische Meditieren über die romantische Natur des Menschen. Vielmehr wird sie auf ihre hintergründige Art Weiterlesen

16. Chansonfest Berlin

Tausend Wörter und viele Lieder

Banner Chansonfest 2011 - liveundlustig - Foto Lisa Zenner

BERLIN (bm) – „Wenn jetzt noch einer sagt, das Chanson könne nicht unglaublich vielseitig sein, dann spinnt der einfach!“ Mit diesen deutlichen Worten hat die sonst doch so dezente Gastgeberin Tanja Ries am Donnerstag den ersten der drei Programmabende des 16. Chansonfests Berlin im Corbo bilanziert, bevor sie die Künstlerinnen und Künstler zum Schlußapplaus auf die Bühne bat. Stimmt. Es war ein toller Abend, der die Bandbreite dessen, was aus der Kombination von deutschen Texten mit Musik so alles machbar ist, mal so richtig vorgeführt hat.
dieFENDEL

Desillusionierte Schnapsdrossel

Yvonne Fendel ist eine der beiden Betreiberinnen dieser ausgesprochen empfehlenswerten Kleinkunstbühne Corbo im hoffentlich nicht mehr lange so finsteren Alt-Treptow. Auf der Bühne schlüpft sie als dieFENDEL in die Rolle der Schnapsdrossel, die die Enttäuschung über ihre verloren gegangenen Ideale mit den legalen Nervengiften Alkohol und Nikotin in den Griff zu bekommen behauptet. Das Leben hat seinen Zenit überschritten. Sie erinnert sich und eben auch nicht. Weil ja das Gedächtnis schon das Weite gesucht hat. Die Gedanken so wirr wie ihre Haare, die sie zu einer wilden Punkfrisur aufgegelt hat. Das ist schon eine Wucht, wie sie da so halbirre vor sich hin sinniert, nebenbei eine Pulle Klaren niedermacht und eine Fluppe nach der anderen qualmt. Wenn sie sich in ihren Geständnissen verheddert, tun sich die Abgründe der Seele auf.
Mit perlenden Pianoschleifen konterkariert Pianistin Hae Song Jang putzig die zornigen Frustrationsausbrüche der Bühnenfigur, unterstützt mit kräftigem Spiel ihren herben Sprechgesang, der an Marlene Dietrich und Hildegard Knef erinnert, und das gewiss absichtsvoll, die ja auch beide nicht wirklich singen konnten, das allerdings – ebenso dieFENDEL – auf höchstem Niveau. So sind es auch hauptsächlich Songs von Hildegard Knef, die sie interpretiert. Versucht jedoch nie in deren Rolle zu schlüpfen, sondern bleibt immer dieser dieFENDEL-Rabauke. Ganz typisch: Ihre Version von „Ich bin leider viel zu faul“ – „The Laziest Gal In Town“.
CD Cover Masen

Beschwingte Großstadtmelancholie

An alle Juroren sämtlicher Jurys, die Preise vergeben für das deutschsprachige Lied: Warum habt Ihr Masen noch nicht mit Auszeichnungen überschüttet? Zu seinem Auftritt beim 16. Chansonfest Berlin hat der Songpoet den Perkussionisten Martin Bach mitgebracht. Dass allein zwei Musiker einen solchen Sound und Swing produzieren können, ist bloß die erste Sensation.

Hier stimmt wirklich alles. Die Texte sind präzise gearbeitet, melancholisch und trotzdem witzig, kunstvoll, ohne dass nur das geringste Bemühen darum bemerkbar würde. Dennoch behält Masen die Füße immer auf dem Boden, bleibt in jedem Moment glaubwürdig und authentisch. „Wenn schon suchen, dann das Glück“ hat Masen seine aktuelle CD betitelt, von der er ein paar Kostproben zum Besten gegeben hat. Auch bei den Moderationen sitzt jede Formulierung, geht es schnörkellos zur Sache. So kündigt er das Lied „Der König des Leidens“ an mit den Worten: „Beim Thema Liebe kenne ich mich sehr gut aus. Seit ein paar Monaten mache ich mir auch Gedanken über den platonischen Teil.“

Le chat noir - Plakat SteinlenDerartiger Subtext läßt doch Freude aufkommen. Und wenn Masen so klassisch gekleidet, im schwarzen Hemd, der schwarzen Smokinghose und mit der schwarzen Brille auf der Bühne sitzt und das fröhliche Lied „Der Kater vom Theater“ singt, eine vor Eigenlob nur so strotzende Hymne eines frechen schwarzen Katers auf sich selbst, im kecken Berliner Slang, dann passiert es ganz unwillkürlich, dass man über die Anfänge des Kabarett-Chansons im Pariser Theater „Le chat noir“ nachdenkt, obwohl davon nun wirklich nicht die Rede war.

Was will man mehr? Gleich mal ein Video ansehen!

Turnstunde mit Hüpfepüppie

Maria Antonia Schmidt, die Sängerin der fünfköpfigen Band Chapeau Claque aus Erfurt, hatte sich an diesem Donnerstag für die Stilrichtung Altkleidersammlungs-Schick entschieden: ein isabellfarbenes, verknittertes Schlafanzugoberteil zum blauen Baumwollminirock an blickdichten dunkelgrauen Strümpfen. Das beste waren jedenfalls die Schuhe. Diese elastischen, weißen Slips, die üblicherweise bei der Frauengymnastik zum Einsatz kommen.

Chapeau-Claque-Strasse - Foto Chapeau ClaqueDavon gab es auch jede Menge zu sehen. Tanja Ries hatte die große Bedeutung der Band schon eingestuft als eine, die viel in Clubs auftritt. Da ordnet sich vielleicht ganz von selbst der Text der Musik unter. Denn zu hören war so fein ziselierte Lyrik wie: „An manchen Tagen liebe ich dich, an manchen Tagen tue ich es nicht“. Tendenziell also Texte zum Weghören, eingängige Musik zum Anhören. Das Zuschauen jedoch ist bei Chapeau Claque die schwerste Übung. Das süße Hüpfepüppie hampelt so viel rum, dass mein Begleiter schier seekrank geworden ist.

Johanna Zeul - Foto Robert Storz

Power Clownin

Nun ist es durchaus nicht so, dass ich generell etwas gegen das Rumspringen auf der Bühne hätte. Komischerweise hat sogar gleich danach Johanna Zeul mit dem selben Mittel gearbeitet. Bei ihr ist das allerdings weniger übertriebene Dekoration als Ausdruck von purer Lebensfreude und Empörung. Diese Spagatsprünge mit der Gitarre nimmt man ihr als spontan ab. Denn die Liedermacherin ist wütend. Als trotziger, liebenswerter Troll macht sie sich über die Marotten der Girlies lustig, die ihre Ideale an Shopping, IndenUrlaubFliegen und einem tollen Handyvertrag fest machen. Als wenn es nichts Wichtigeres gäbe!

Sie hat jede Menge in petto, worüber sie sich aufregen kann. Dabei malträtiert sie ihre Gitarre, benutzt den Korpus auch zum Klopfen und Trommeln und flippt so aus, dass die Haare fliegen. Wenn sie das Publikum zum Mitmachen animiert, ist das nicht annähernd peinlich. In „Zimmer Nummer vier“ geht’s hauptamtlich die Post ab. Da fällt schon mal ein Stuhl um. Tempo, Rhythmus, Energie. Das ist Rock‘n’Roll. Von diesem Wirbelwind Johanna Zeul wollen wir in Zukunft noch viel mehr sehen und hören!

Beate Moeller © 2011 BonMoT-Berlin

So geht das 16. Chansonfest Berlin im Corbo weiter:
Freitag, 28. Oktober 2011
Martin Klein – Adwoa Hackman – Jan Frisch – Ulla & Komplizen

Samstag, 29. Oktober 2011
Schwarz un Schmitz – Kiki Brunner – illute – Helikon (Nachwuchspreisträger 2011)

Alle weiteren Infos:
www.chansonfest-berlin.de

www.corbo-berlin.de – Kartentelefon: 030 – 53 60 40 01
Gastgeberin Tanja Ries präsentiert am Di, 1. November 2011 im Corbo ihr neues Solo „Ich möchte Töne“. Wiederholungen gibt es von Do, 3.11. bis Sa, 5.11.2011 ebenfalls im Corbo.

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